Wer bei Pflanzen an stille Natur und unschuldige Blüten denkt, wird in der Ausstellung „Blümchensex. Das bunte Treiben der Pflanzen“ eines Besseren belehrt. Die Schau im Naturkundemuseum widmet sich einem Thema, das oft übersehen wird: dem faszinierenden und überraschend vielfältigen Liebesleben der Pflanzen.
Denn auch Pflanzen sind Lebewesen – und sie vermehren sich sexuell. Im Mittelpunkt stehen dabei ihre Blüten, die als „Lustzentrum“ der Pflanzen fungieren. Hier befinden sich Staubblätter und Fruchtknoten, also die pflanzlichen Sexualorgane, die für Fortpflanzung und Artenvielfalt sorgen.
Die Ausstellung zeigt, dass die Geschlechterverhältnisse in der Pflanzenwelt weit komplexer sind, als viele vermuten. Männliche, weibliche und zwittrige Blüten kommen ebenso vor wie sterile Formen. Darüber hinaus existieren zahlreiche Mischformen und Kombinationen, die die enorme Vielfalt pflanzlicher Fortpflanzungsstrategien verdeutlichen.
Mit anschaulichen Beispielen und überraschenden Einblicken lädt die Ausstellung dazu ein, die Welt der Pflanzen aus einer ungewohnten Perspektive kennenzulernen. Sie macht deutlich, dass sich hinter scheinbar unscheinbaren Blüten ein ebenso kreatives wie raffiniertes System der Fortpflanzung verbirgt.
Mehr unter: www.museum-joanneum.at/naturkundemuseum
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