„Meine 1960er Jahre”: Ursula Pasterk im Gespräch über Wien, Kultur und eine bewegte Ära

Die legendäre Wiener Kulturstadträtin erinnert sich im Wiener Aktionismus Museum an ein Jahrzehnt, das die Stadt und ihre eigene Biografie für immer veränderte.

Ein Gespräch mit einer Schlüsselfigur der Wiener Kulturpolitik

Am 20. Mai 2026 traf Ursula Pasterk (geb. 1944) im Wiener Aktionismus Museum auf Klaus Albrecht Schröder zum Gespräch. Was die beiden verband: eine gemeinsame Leidenschaft für Kunst, Wien und die Frage, wie Kultur eine Stadt formen kann. Pasterk zählt zu den bedeutendsten Kulturpolitikerinnen, die Wien je hatte – und ihre Erinnerungen an die 1960er Jahre sind zugleich Zeitzeugnis und persönliche Geschichte.

Von der Beraterin zur Stadträtin: Ein Weg durch die Institutionen

1979 wurde Ursula Pasterk von Kulturstadtrat Helmut Zilk als kulturpolitische Beraterin engagiert. Sie begleitete ihn ins Bundesministerium für Unterricht und Kunst und wurde mit seiner Bestellung zum Wiener Bürgermeister Intendantin der Wiener Festwochen. Im Dezember 1987 avancierte Pasterk zur amtsführenden Stadträtin für Kultur – ein Amt, das sie bis 1996 bekleidete und das Wien kulturpolitisch nachhaltig prägte.

Ein Jahrzehnt voller Gründungen und Initiativen

Die Bilanz ihrer Amtszeit ist beeindruckend: Pasterk initiierte das Festival „wien modern” und die Kunsthalle Wien, erweiterte den Wiener Musiksommer – und in ihrer Amtszeit wurde das Jüdische Museum in Wien gegründet. Institutionen, die bis heute das kulturelle Leben der Stadt mitbestimmen.

Die 1960er Jahre als Ausgangspunkt

Das Gespräch richtet den Blick auf ein Jahrzehnt, das für Pasterk persönlich wie gesellschaftlich prägend war: die 1960er Jahre in Wien – eine Zeit des Aufbruchs, des Wiener Aktionismus, des kulturellen Wandels und neuer politischer Bewusstseinsprozesse. Ein Jahrzehnt, das die Voraussetzungen für vieles schuf, was Pasterk später als Kulturpolitikerin gestalten sollte.

Mehr unter: wieneraktionismus.at

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