“Die blauen Schwerter – Meissen in der DDR” im Japanischen Palais

Das Japanische Palais in Dresden zeigt erstmals eine umfassende Sonderausstellung zur Geschichte der Meissener Porzellanmanufaktur in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung des traditionsreichen Unternehmens zwischen Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg, sozialistischer Planwirtschaft und dem Ende der DDR.

Zentral ist das Künstlerkollektiv um Ludwig Zepner, Heinz Werner und Peter Strang, das mit seiner Arbeit die Manufaktur in dieser Zeit entscheidend prägte. Trotz ideologischer Spannungen blieb die barocke Tradition der ersten europäischen Porzellanmanufaktur prägend – Ausdruck davon sind etwa monumentale Wandbilder für den Palast der Republik, repräsentative Staatsgeschenke oder eine Porzellanmedaille, die Kosmonaut Sigmund Jähn auf seinem Weltraumflug begleitete.

Fotoserien aus den 1950er und 1980er Jahren sowie die Betriebszeitschrift „Manufaktur-Echo“ gewähren Einblicke in den Arbeitsalltag und die gesellschaftliche Rolle des Unternehmens.
Die Ausstellung geht zudem der Frage nach, welche identitätsstiftende Bedeutung Meissener Porzellan in Ost und West hatte – als Symbol von Qualität, Prestige und kulturellem Erbe.

Mehr unter: japanisches-palais.skd.museum

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