Im klassischen Verständnis des Atoms ist es die kleinste – unteilbare – Einheit der Materie. Obwohl die Physik die prinzipielle Unteilbarkeit von Atomen schon lange widerlegt hat, sind sie doch zumindest die kleinsten Einheiten chemischer Elemente. Generell ist die Vorstellung davon, dass es eine minimale (Ur-)Form bestimmter Systeme und Phänomene gibt, sowie die Suche nach dieser Minimalform durch Abstraktion von komplexen Details, eines der Erfolgsgeheimnisse der Naturwissenschaften. Nur beim Phänomen des Lebens hat das bislang noch nicht funktioniert, denn hier scheint Komplexität geradezu Programm zu sein. Eine neue Generation von Biophysikern und Synthetischen Biologen möchte sich damit nicht abfinden und hat es sich zum Ziel gesetzt, diese kleinste Einheit des Lebens, die nach Milliarden von Jahren der Evolution auf der Erde nicht mehr aufzufinden ist, im Labor nachzubauen und dabei zu verstehen, durch Kombination welcher Moleküle und Wechselwirkungen der Übergang von unbelebter Materie zu einer minimalen lebenden Zelle erfolgen könnte. In dem Vortrag aus der Reihe “Wissenschaft für jedermann” geht es um die verschiedensten biophysikalische Methoden zum gezielten Studium einzelner Moleküle, in deren besonderer Struktur, Dynamik und vor allem Wechselwirkung vermutlich der Schlüssel zur Entstehung des Lebens zu finden ist.

Weitere Informationen: Deutsches Museum

Abonniere unseren Newsletter