Anlässlich der Wiedereröffnung des Hauses der Photographie befragen die Deichtorhallen Hamburg internationale Stimmen zur Zukunft der Fotografie – als Medium, als Praxis und als politisches Werkzeug.
Fotografie verändert sich rasant. Neue Bildtechnologien, künstliche Intelligenz, veränderte Sehgewohnheiten und Fragen nach Autorschaft und Verantwortung stellen das Medium vor grundlegende Herausforderungen. Anlässlich der Wiedereröffnung des Hauses der Photographie starten die Deichtorhallen Hamburg die neue Serie (CON)TEMPORARY CONDITIONS – eine Plattform, auf der internationale Künstlerinnen und Künstler, Fotografinnen und Fotografen sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Perspektiven auf die aktuellen und künftigen Bedingungen fotografischer Praxis teilen.
Die Themen sind so vielfältig wie drängend: von neuen Bildtechnologien und veränderten Sehgewohnheiten über Fragen der Materialität bis hin zu Autorschaft und ethischer Verantwortung im Umgang mit Bildern.
Mark Sealy: Fotografie, Rasse und Dekolonisierung
Einer der ersten Gesprächspartner der Serie ist Mark Sealy, Direktor von Autograph ABP (Association of Black Photographers) und einer der profiliertesten Stimmen an der Schnittstelle von Fotografie, Rassismuskritik und Menschenrechten. Seit 1991 verantwortet er bei Autograph ABP zahlreiche Ausstellungen, Residenzprojekte und Publikationen. Als Autor von „Decolonising the Camera: Photography in Racial Times” und „Photography: Race, Rights and Representation” sowie als Professor for Photography Race and Rights an der University of the Arts London bringt er eine Perspektive ein, die das Medium Fotografie konsequent als politisches und gesellschaftliches Instrument begreift.
Sealy war zudem leitender Kurator der 18. FotoFest Biennale 2020 in Houston und künstlerischer Direktor der 9. Triennale der Photographie Hamburg – er kennt die Deichtorhallen und ihre Bedeutung für den internationalen Fotodiskurs aus eigener Erfahrung.
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