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Ayelet Shachar im Gespräch mit Dinah Riese: Shifting Borders and Territorial Sovereignity

21. Juli | 19:00

Digital Lecture Series Menschenrechte als letzte Utopie. Migration und jüdische Geschichte

Im Rahmen der Digital Lecture Series spricht die Rechtswissenschaftlerin Ayelet Shachar in der dritten Ausgabe mit Dinah Riese über das spannungsreiche Verhältnis von Menschenrechten, Mobilität und territorialer Souveränität. Im Mittelpunkt stehen grundlegende Entwicklungen im Verhältnis von Recht und Migration sowie juristische Strategien, durch die sich staatliche Grenzen zunehmend von geografischen Territorien gelöst haben.

Ayelet Shachar untersucht dabei, wie Grenzregime heute weit über nationale Territorien hinauswirken und welche rechtlichen Mechanismen globale Mobilität regulieren. Zugleich stellt sie migrationspolitischen Positionen, die praktikable Lösungen für gegenwärtige Herausforderungen für unmöglich erklären, konkrete rechtliche Ansätze gegenüber, die neue Handlungsspielräume eröffnen könnten.

Ayelet Shachar ist Professorin für Vergleichende Rechtswissenschaft an der University of California, Berkeley und zählt zu den international führenden Stimmen im Bereich Staatsbürgerschafts-, Migrations- und Verfassungsrecht.

Das Jüdisches Museum Berlin veranstaltet mit Menschenrechte als letzte Utopie. Migration und jüdische Geschichte eine fünfteilige digitale Vorlesungs- und Gesprächsreihe zu Flucht, Migration und internationalem Menschenrechtsschutz. Der Titel greift ein Zitat des Historikers Samuel Moyn auf, der die Menschenrechte als „letzte Utopie“ unserer Zeit bezeichnete.

Im Zentrum der Reihe steht die Frage, wie seit den 1930er Jahren angesichts von Verfolgung, Vertreibung und Massenauswanderungen die Grundlagen eines internationalen Flüchtlingsrechts entstanden sind – und welche Bedeutung ihnen heute zukommt. Die Journalistin Dinah Riese spricht dazu in jeder Veranstaltung mit renommierten Wissenschaftler*innen über jüdische Fluchtgeschichte, Menschenrechtspolitik und aktuelle migrationspolitische Herausforderungen. Ein zentraler Bezugspunkt ist die Genfer Flüchtlingskonvention.

Hetty Berg unterstreicht die internationale Ausrichtung und gesellschaftliche Relevanz der Reihe. Ziel sei es, die historischen und philosophischen Grundlagen heutiger Menschenrechte sichtbar zu machen und zugleich zu diskutieren, wie sehr diese Errungenschaften gegenwärtig unter Druck geraten. Die Reihe wolle dazu beitragen, den Blick auf Migration zu erweitern und neue Perspektiven auf eine gerechtere Zukunft zu eröffnen.

Jede Veranstaltung beginnt mit einem Vortrag der eingeladenen Persönlichkeit, gefolgt von einem Gespräch mit Dinah Riese und einer anschließenden Publikumsdiskussion.

Wie alle Veranstaltungen der Reihe wird auch diese Lecture live gestreamt und anschließend auf dem YouTube-Kanal des JMB sowie als taz Talk veröffentlicht. Die Reihe entsteht in Kooperation mit der taz und wird von der Berthold Leibinger Stiftung unterstützt.

Mehr unter: www.jmberlin.de ­

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