Die ALBERTINA widmet dem US-amerikanischen Künstler Richard Prince eine umfassende Retrospektive, die sein Schaffen von den 1970er-Jahren bis in die Gegenwart nachzeichnet. Prince gilt als einer der einflussreichsten Vertreter der Appropriation Art und hat die Auseinandersetzung mit Bildern, Medien und Urheberschaft nachhaltig geprägt.
Bekannt wurde er insbesondere durch seine ikonische Serie Cowboys, für die er Werbeanzeigen der Marlboro-Kampagnen neu fotografierte. Durch diese künstlerische Aneignung verwandelte er vertraute Werbebilder in kritische Reflexionen über Männlichkeitsbilder, amerikanische Mythen und die Macht medialer Inszenierungen.
Die Ausstellung präsentiert zentrale Werkgruppen wie Cowboys, Fashion und Gangs sowie selten gezeigte Fotografien, Collagen und weitere Arbeiten. Dabei wird deutlich, wie konsequent Prince Fragen nach Originalität, Autorenschaft und der Wiederverwendung bestehender Bilder untersucht.
Die Retrospektive bietet einen umfassenden Einblick in ein Werk, das die Bildkultur der Gegenwart analysiert und zugleich die Grenzen zwischen Kunst, Werbung und Massenmedien hinterfragt.
Mehr unter: albertina.at




