Das Blickle Kino im Belvedere 21

Als Teil des Österreich-Pavillons von Karl Schwanzer für die Weltausstellung 1958 in Brüssel entstanden, ist das Blickle Kino im Belvedere 21 heute der letzte original erhaltene Kinosaal dieser Zeit in Wien. Mit seinem kuratierten Programm verbindet es Film mit bildender Kunst – und öffnet sich als offener Diskursort mit freiem Eintritt.

Von Brüssel nach Wien: Ein Kinosaal mit Geschichte

Das Blickle Kino hat eine bemerkenswerte Vergangenheit: Architekt Karl Schwanzer schuf es ursprünglich als Teil des Österreich-Pavillons für die Weltausstellung 1958 in Brüssel. Später wurde der Saal ins Belvedere 21 überführt, wo er bis heute besteht. Damit ist er nicht nur ein Zeugnis österreichischer Nachkriegsarchitektur, sondern auch der letzte original erhaltene Kinosaal aus dieser Epoche in der Bundeshauptstadt.

Film im Museum: Pionier einer neuen Idee

Das Blickle Kino zählt zu den ersten Kinos weltweit, die in einem Museum für bildende Kunst eingerichtet wurden. Diese frühe Verknüpfung von Film und bildender Kunst war wegweisend und prägt das Haus bis heute. Das kuratierte Programm aktiviert bewusst die Schnittstellen zwischen Film und anderen bildenden, angewandten sowie zeitbasierten Kunstformen. Der Fokus liegt dabei auf dem Artist Film und den Künstler*innen, die hinter den Werken stehen.

Freier Eintritt, offener Diskurs

Bei freiem Eintritt versteht sich das Blickle Kino als lebendiger Ort für Diskurs und experimentelle Formate. Es lädt ein, filmische Arbeiten jenseits des kommerziellen Mainstreams zu entdecken und die Grenzen zwischen den Kunstgattungen neu zu denken. Für das Belvedere 21 ist der Saal damit ein zentraler Raum, an dem zeitgenössische künstlerische Positionen erlebbar und diskutierbar werden.

Mehr unter: belvedere.at

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