Die Ausstellung im Universalmuseum Joanneum rückt den Löwenzahn als überraschend vielschichtiges Forschungs- und Kunstobjekt in den Mittelpunkt. Mit mehr als 35 Werken sowie ausgewählten Leihgaben beleuchtet sie die Pflanze aus botanischer, kultureller und künstlerischer Perspektive.
Im Fokus steht dabei ein oft übersehenes Gewächs, das nicht nur durch seine Widerstandskraft auffällt, sondern auch durch seine Nähe zum Menschen – rund 30 Prozent des genetischen Materials teilt der Löwenzahn mit uns. Die ausgestellten Arbeiten greifen diese Verbindung auf und erzählen von Anpassungsfähigkeit, Veränderung und dem Zusammenspiel von Natur und Gesellschaft.
Der Löwenzahn erscheint als Sinnbild für das Unangepasste und Beharrliche: Als Pflanze der Zwischenräume überschreitet er Grenzen und behauptet sich selbst unter widrigen Bedingungen. Diese Eigenschaften werden in der Ausstellung als Ausgangspunkt genutzt, um über ökologische, soziale und kulturelle Fragen nachzudenken.
So lädt die Schau dazu ein, das vermeintlich Unscheinbare neu zu betrachten – und im Löwenzahn ein Modell für Resilienz, Kooperation und das Zusammenleben von Mensch und Natur zu erkennen.
Mehr unter: www.museum-joanneum.at/kunsthaus-graz/





