Zukunftsperspektiven für das Forschungsmuseum paläon

Außenansicht paläon, Marek Kruszweski

Das paläon Forschungsmuseum Schöningen wird strategisch neu ausgerichtet und umfassend weiterentwickelt. Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Politik, Kultur und regionaler Entwicklung haben dafür einen gemeinsamen Prozess angestoßen. Ziel ist, die internationale Bedeutung des Standorts langfristig zu stärken.

Im Zentrum der Planungen steht die weltweit bedeutende Fundstätte der Schöninger Speere, die wissenschaftlich, touristisch und museal stärker in Szene gesetzt werden soll. Vorgesehen sind Investitionen in die bauliche und technische Modernisierung sowie eine inhaltliche Weiterentwicklung der Ausstellungen. Die künftige Präsentation wird die Einzigartigkeit der Funde stärker betonen. Gleichzeitig werden Themen wie Klima- und Umweltgeschichte sowie regionale Entwicklungen integiert, wie z.B. der Braunkohlenbergbau.

Die Verbesserung der Vermittlung und der Ansprache neuer Besuchergruppen ist ein weiterer Schwerpunkt. Gezielte Kommunikations- und Marketingstrategien sollen die nationale und internationale Sichtbarkeit des Museums ausbauen. Ziel ist es, das paläon nicht nur als Forschungsstandort, sondern auch als touristischen Anziehungspunkt zu etablieren.

ruppenbild, Weiterentwicklung paläon, Staatliches Naturhistorisches Museum, GSchliewe

Ein Netzwerk institutioneller Partner trägt den gesamten Prozess. Dazu gehören die 3Landesmuseen Braunschweig als neuer Träger, das Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur sowie Forschungseinrichtungen wie die Universität Tübingen und die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung.

Eine neu eingerichtete, institutionsübergreifende Arbeitsgruppe soll die Maßnahmen konkretisieren und in den kommenden Monaten konkrete Konzepte entwickeln. Dabei werden auch Fördermöglichkeiten, etwa im Rahmen des Strukturwandels im Helmstedter Revier, geprüft.

Ziel des Vorhabens ist es, die wissenschaftliche Exzellenz des Standorts mit einem modernen, wirtschaftlich tragfähigen Museumsbetrieb zu verbinden und das paläon als international sichtbaren Ort von Forschung, Bildung und Erlebnis nachhaltig zu etablieren.

Mehr unter: forschungsmuseum-schoeningen.de

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Museum Angewandte Kunst | Grafik: Bureau Sandra Doeller

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