Quantencomputer versprechen den nächsten technologischen Quantensprung: Sie könnten die Medizin, Raumfahrt und Mobilität revolutionieren. Doch ihr Durchbruch gefährdet zugleich unsere gesamte digitale Sicherheit. Das TECHNOSEUM in Mannheim widmet sich diesem hochbrisanten Spannungsfeld am 30. Januar 2026.
Während herkömmliche Computer auf Bits basieren, nutzen Quantensysteme neue Rechenprinzipien, um hochkomplexe Probleme in Sekunden zu lösen, für die heutige Superrechner Jahrtausende bräuchten. Doch dieser Fortschritt hat eine Kehrseite: Gängige Verschlüsselungsverfahren für Banken, Behörden und kritische Infrastrukturen könnten durch Quantenalgorithmen binnen kürzester Zeit geknackt werden. Der Wettlauf um eine „quantensichere“ Kryptografie ist daher bereits in vollem Gange.
Experten-Diskurs über die Technologie der Zukunft
Im Rahmen des 14. Dr. Manfred Fuchs-Kolloquiums diskutieren zwei führende Experten über die Potenziale und Gefahren dieser Technologie:
- Prof. Dr. Thomas Gabor (LMU München): Der Experte für Quantencomputing forscht an Algorithmen für maschinelles Lernen und untersucht, wie Quantensysteme die künstliche Intelligenz beschleunigen können.
- Prof. Dr. Jörn Müller-Quade (KIT Karlsruhe): Als Spezialist für Kryptografie berät er den Nationalen Cyber-Sicherheitsrat. Er warnt vor den Risiken für die digitale Souveränität und zeigt Wege auf, wie Daten in der Post-Quanten-Ära geschützt werden können.
Moderiert wird der Abend von Ralf Krauter, bekannt als Redakteur des renommierten Deutschlandfunk-Magazins „Forschung aktuell“.
Hintergrund und Anmeldung
Die Veranstaltung ehrt das Vermächtnis von Dr. Manfred Fuchs, dem langjährigen Vorsitzenden des Museumsvereins, und ist Teil des bundesgeförderten Verbundprojekts „Quanten(t)räume“. Das Kolloquium bietet eine seltene Gelegenheit, technische Komplexität und gesellschaftliche Relevanz aus erster Hand vermittelt zu bekommen.
Anmeldung bis zum 28. Januar 2026






