Studiobesuch bei James Lewis

Der Künstler James Lewis untersucht in seiner Arbeit das Spannungsfeld zwischen Sprache, Daten und skulpturaler Form. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie sich Wirklichkeit beschreiben lässt – und wo die Grenzen solcher Systeme liegen.

Für die Ausstellung „Lebt und arbeitet in Wien“ entwickelte Lewis eine Serie von Skulpturen in Form von Sonnenblumen. In der Werkgruppe „Not just suffering, but all forms of consciousness“ (2026) greift er ein ikonisches Motiv der Kunstgeschichte auf und überführt es in einen zeitgenössischen Kontext.

Die Sonnenblume dient dabei nicht nur als ästhetisches Objekt, sondern als Ausgangspunkt für eine kritische Reflexion: Lewis thematisiert die Verflechtungen von Botanik, Pflanzenextraktion und kolonialen Machtstrukturen. So wird die Pflanze zum Träger historischer und politischer Bedeutungen.

Seine Arbeiten verbinden konzeptuelle Ansätze mit sinnlicher Erfahrung und machen sichtbar, wie eng wissenschaftliche Systeme, kulturelle Narrative und individuelle Wahrnehmung miteinander verwoben sind.

Mehr unter: kunsthallewien.at/

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