Finissage: Blick zurück auf „Roads not Taken. Oder: Es hätte auch anders kommen können“

Mit der Finissage der Ausstellung „Roads not Taken. Oder: Es hätte auch anders kommen können“ zieht das Deutsches Historisches Museum eine Bilanz eines außergewöhnlichen Ausstellungsprojekts. Über mehr als drei Jahre hinweg widmete sich die Schau alternativen Entwicklungspfaden der deutschen Geschichte und stellte die Frage, wie historische Ereignisse auch anders hätten verlaufen können.

Im Rahmen einer Abschlussdiskussion reflektierten der Historiker Dan Diner, DHM-Präsident Raphael Gross sowie Gabriele Metzler, Direktorin des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam, die Relevanz der Ausstellung im Lichte aktueller Entwicklungen. Im Fokus stand die Frage, ob sich mit dem Wissen der vergangenen Jahre neue Perspektiven auf die behandelten historischen „Weggabelungen“ ergeben.

Diskutiert wurde auch, ob bestimmte Zäsuren bislang unberücksichtigt geblieben sind und durch jüngste gesellschaftliche und politische Umbrüche – oft als „Zeitenwenden“ beschrieben – heute eine veränderte Bedeutung erhalten. Damit wurde das zentrale Anliegen der Ausstellung noch einmal aufgegriffen: Geschichte nicht als festgelegten Verlauf zu verstehen, sondern als offenes Gefüge von Möglichkeiten und Entscheidungen.

Die Finissage machte deutlich, dass die Auseinandersetzung mit alternativen historischen Entwicklungen nicht nur ein rückblickendes Gedankenspiel ist, sondern auch einen Beitrag zum Verständnis der Gegenwart leisten kann.

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Museum Angewandte Kunst | Grafik: Bureau Sandra Doeller

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