Wie plant man eigentlich eine paläontologische Ausgrabung?

Eine neue Kurzdoku begleitet eine Ausgrabung des LWL-Museums für Naturkunde zur 125 Millionen Jahre alten Fundstelle bei Balve – von der Planung bis zum ersten Spatenstich.

Bevor der erste Spatenstich fällt

Lange bevor die Grabungssaison beginnt, laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Termine müssen koordiniert, Teams zusammengestellt, Materialien organisiert werden. Die erste Folge der fünfteiligen Kurzdoku des LWL-Museums für Naturkunde gewährt Einblicke in genau diese Phase – den aufwendigen Aufbau des Grabungscamps im Sauerland und die Planung, die einer erfolgreichen Grabungssaison vorausgeht.

Studierende graben Erdgeschichte aus

Von Juni bis September arbeiten mehrere Teams vor Ort an der Fundstelle bei Balve. Ein Großteil der Grabenden sind Studierende aus verschiedenen Fachrichtungen, die hier praktische Erfahrung unter realen Bedingungen sammeln – Wissenschaft zum Anfassen, im wörtlichsten Sinne.

Eine Fundstelle der Superlative: 125 Millionen Jahre Unterkreide

Die Grabungsstätte bei Balve ist geologisch außergewöhnlich. Sie liegt in einer Hochland-Spaltfüllung eines ehemaligen Höhlensystems und ist rund 125 Millionen Jahre alt. Diese besondere Entstehungsgeschichte hat dazu geführt, dass Fossilien aus der Unterkreide dort über Millionen von Jahren in außergewöhnlicher Qualität erhalten geblieben sind.

Die Doku als Teil der großen Landesausstellung

Die Kurzdoku ist zugleich Bestandteil der Ausstellung „überLeben – zwischen Dinos und Schuppenbäumen” im LWL-Museum für Naturkunde in Münster. Dort können Besucherinnen und Besucher nicht nur die Ergebnisse der Balve-Grabungen bestaunen, sondern auch spektakuläre Fossilfunde aus ganz NRW entdecken: vom ältesten Plesiosaurier über die ältesten vollständig erhaltenen Fluginsekten bis zum größten Ammoniten der Welt. Interaktive Medienstationen und lebensechte Rekonstruktionen machen die versunkenen Welten erfahrbar.

Mehr unter: www.lwl-naturkundemuseum-muenster.de/de/

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