Die Schamanin von Bad Dürrenberg: Ein Grab verändert unser Bild der Urgeschichte

Neue wissenschaftliche Untersuchungen werfen frisches Licht auf einen der bedeutendsten archäologischen Funde Mitteleuropas – und auf frühe Glaubensvorstellungen, die älter sind als alle bekannten Hochkulturen.

Ein Fund, der die Wissenschaft seit Jahrzehnten beschäftigt

Im Jahr 1934 stießen Arbeiter im Kurpark von Bad Dürrenberg auf etwas Außergewöhnliches: ein Grab, das die Forschung bis heute fasziniert. Die Schamanin von Bad Dürrenberg gilt als einer der kulturgeschichtlich bedeutendsten archäologischen Funde ganz Mitteleuropas – ein einmaliges Zeugnis früher Glaubensvorstellungen aus der Steinzeit.

Nachgrabung 2019: Neue Methoden, neue Erkenntnisse

85 Jahre nach der Erstentdeckung kehrten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler 2019 an den Fundort zurück. Im Rahmen einer Nachgrabung wurden die Reste des Grabes erneut freigelegt und mit modernsten wissenschaftlichen Methoden untersucht. Die Ergebnisse haben das Bild des Grabes erheblich erweitert und präzisiert – und zeigen, wie viel selbst gut dokumentierte archäologische Fundstellen noch verbergen können.

Museumsdirektor Harald Meller führt durch den neuen Ausstellungsraum

Die neuen Befunde werden in einem Film vorgestellt, der eigens im neu gestalteten Raum der Schamanin in der Dauerausstellung des Landesmuseums für Vorgeschichte Halle (Saale) gedreht wurde. Museumsdirektor Harald Meller – bekannt aus der Forschungsgeschichte rund um die Himmelsscheibe von Nebra – präsentiert die Erkenntnisse in einer exklusiven Kurzführung anhand der ausgestellten Exponate und beantwortet die drängendsten Fragen rund um dieses Highlight der mitteleuropäischen Archäologie.

„Museum exklusiv”: Archäologie hautnah erleben

Der Film ist Teil der Reihe „Museum exklusiv” des Landesmuseums für Vorgeschichte Halle. Das Format lädt zu Rundgängen durch die Dauerausstellung ein, stellt archäologische Funde von weltweiter Bedeutung vor und erzählt Geschichten aus dem Leben vergangener Gesellschaften – nah an den Objekten, verständlich und lebendig erzählt.

Eine Thomas Claus Medienproduktion im Auftrag des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt – Landesmuseum für Vorgeschichte, 2026. “Archaeofilm” ist eine geschützte Wort-Bild-Marke des Landes Sachsen-Anhalt (LDA).

Regie: Thomas Claus
Bildgestaltung: Felix Greif
Filmeditor: Alexander Woltexinger
Titelgrafik: Oliver Thomas Ton: Tobias Engelhard
Bildrecherche: Dr. Anja Lochner-Rechta
Projektkoordination: Dr. Tomoko Emmerling

Mehr unter: www.landesmuseum-vorgeschichte.de

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