Stabilität in stürmischen Zeiten: Das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe setzt auf Kontinuität an der Spitze. Holger Neinhaus, der das Haus seit Mai 2025 interimsmäßig führte, wurde nun offiziell bis 2030 als geschäftsführender Vorstand (COO) bestätigt. Gemeinsam mit Alistair Hudson startet er das ehrgeizige Strategieprojekt „ZKM 28“.
Die Entscheidung des Stiftungsrates ist ein klares Signal für Aufbruch. In einem umfassenden Findungsverfahren setzte sich der 53-jährige Neinhaus als Ideallösung durch. Seine Aufgabe ist komplex: Er soll die weltweit führende Medienkunst-Institution trotz eines schwierigen Umfelds aus Kulturkürzungen finanziell unabhängig und künstlerisch innovativ aufstellen.
„ZKM 28“: Mehr als nur Verwaltung
Hinter dem Schlagwort „ZKM 28“ verbirgt sich ein Transformationsprozess, der das Haus in den nächsten zwei Jahren auf ein neues Fundament stellen soll. Dabei verfolgt das Duo Hudson/Neinhaus zwei Kernziele:
- Wirtschaftliche Resilienz: Um weniger abhängig von kurzfristigen Haushaltsentscheidungen zu sein, sollen neue Finanzierungsmodelle erschlossen werden. Das Ziel: Mehr Spielraum für mutige Experimente.
- Künstlerische Innovation: Digitale Erlebnisräume und internationale Kooperationen sollen sicherstellen, dass das ZKM nicht nur Trends verwaltet, sondern sie setzt. „Wir wollen die Geschichte des Hauses nicht linear fortschreiben, sondern das ZKM auf eine neue Stufe heben“, betont Neinhaus.
Ein Museum als Mitmach-Ort
Ein zentraler Aspekt der neuen Phase ist die Öffnung nach außen. Das ZKM soll unter Hudson und Neinhaus noch stärker zum „Ort für das Mögliche“ werden, an dem die Öffentlichkeit aktiv partizipiert. Ein Beispiel hierfür ist das Projekt MARS! (Mobilizing Awareness for Resilient Societies), das Expertisen aus Kunst und Wissenschaft mit dem Engagement der Bürger:innen verknüpft.
Stimmen zur Ernennung
Für den wissenschaftlich-künstlerischen Vorstand Alistair Hudson ist Neinhaus die ideale Besetzung: Er vereine wirtschaftliche Expertise mit einer tiefen Leidenschaft für zeitgenössische Kunst. Auch Kunststaatssekretär Arne Braun lobt die „positive Energie“ und die Impulse des Transformationsmanagers, die bereits jetzt im Stiftungsrat und in der Außenwirkung spürbar seien.
Mit der langfristigen Bindung von Holger Neinhaus ist die Phase der Interimsleitung beendet – für das ZKM beginnt nun die aktive Gestaltung der Dekade bis 2030.
Strategische Eckpunkte „ZKM 28“
- Vorstandsteam: Alistair Hudson (Wissenschaft/Kunst) & Holger Neinhaus (Wirtschaft/Technik).
- Fokus: Finanzielle Unabhängigkeit, innovative Ausstellungsformate, digitale Erlebnisräume.
- Partizipation: Einbeziehung der Besucher:innen in den Transformationsprozess (z.B. Projekt MARS!).
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