Heute 19:00 – Mehr als nur ein Spiel: Wie Gaming die Technologie von morgen formt – Wissenschaft für jedermann

Wer glaubt, Computerspiele seien reiner Zeitvertreib, unterschätzt ihren massiven Einfluss auf unsere Realität. In der renommierten Reihe „Wissenschaft für jedermann“ im Deutschen Museum erklärt die Informatik-Professorin Johanna Pirker, warum die Spieleindustrie heute der wichtigste Motor für Innovationen in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Bildung und Forschung ist.

Computerspiele sind die Formel 1 der Softwareentwicklung: Sie treiben Hardware an ihre physikalischen Grenzen und zwingen Entwickler dazu, komplexe Probleme in Echtzeit zu lösen. Doch der Einfluss reicht längst über den heimischen Bildschirm hinaus.

Games als Labor für die echte Welt

In ihrem Vortrag beleuchtet Johanna Pirker (TUM), wie die Mechanismen von Spielen unsere Art zu leben und zu arbeiten revolutionieren:

  • Pionierarbeit für KI: Spiele dienen als ideale, sichere Experimentierfelder für Künstliche Intelligenz. Was heute in virtuellen Welten gelernt wird, steuert morgen vielleicht unsere physische Infrastruktur.
  • Virtuelle Experimente: In Simulationen können Forscher Szenarien testen, die in der Realität zu teuer, zu gefährlich oder physikalisch unmöglich wären.
  • Neue Formen des Lernens: Durch „N-Dimensionale User Experiences“ wird Wissen nicht mehr nur konsumiert, sondern erfahren. Komplexe Systeme werden durch Interaktion greifbar und verständlich.

Von der Industrie in die Spitzenforschung

Die Referentin bringt eine einzigartige Perspektive mit: Ihre Karriere begann sie als Testerin beim Branchenriesen Electronic Arts (EA). Heute ist sie Professorin an der Technischen Universität München (TUM) und berät Studios weltweit. Diese Brücke zwischen praktischer Spieleentwicklung und akademischer Hochtechnologie ermöglicht ihr einen tiefen Einblick in die Frage: Warum verändert der „Spieltrieb“ unsere Forschung nachhaltig?

Der Vortrag macht deutlich: Wer die Welt von morgen verstehen will, darf die Spiele von heute nicht ignorieren. Sie sind die Blaupausen für unsere zukünftige digitale und physische Existenz.

Mehr unter: deutsches-museum.de

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Bild mit der Aufschrift "Museumsnachrichten". Link zu den Nachrichtentexten auf museumsfernsehen.de

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