Faszination Pyramide: Eine Weltreise von Rom bis Las Vegas

Sind Pyramiden ein rein ägyptisches Phänomen? Keineswegs! Zum Abschluss der populären Vortragsreihe „Die Pyramiden“ lädt Roxane Bicker zu einer faszinierenden Zeitreise ein, die zeigt, wie eine geometrische Form über Jahrtausende hinweg die Architektur und Fantasie der Menschheit weltweit geprägt hat.

Vom antiken Italien bis in die neonbeleuchtete Wüste von Nevada – die Pyramide ist ein globales Symbol, das weit über die Grenzen des Niltals hinausgeht.

Die Pyramide als globales Phänomen

In ihrem Vortrag beleuchtet Roxane Bicker die erstaunliche Wandlungsfähigkeit dieses Bautyps. Dabei geht es nicht nur um Grabanlagen, sondern auch um Repräsentation, Kult und modernen Lifestyle:

  • Das antike Rom: Wer hätte gedacht, dass mitten in Rom eine fast 2000 Jahre alte Pyramide steht? Die Cestius-Pyramide zeugt von der Ägyptomanie der Römer nach der Eroberung des Reiches der Pharaonen.
  • Mittelamerika: Ein Blick auf die gewaltigen Stufenpyramiden der Maya und Azteken, die völlig unabhängig von den ägyptischen Vorbildern als Tempelberge und astronomische Zentren fungierten.
  • Moderne Adaptionen: Die Reise führt bis in die Gegenwart. Warum wählte man für den Louvre in Paris eine Glaspyramide als Eingang? Und wie wurde die Pyramide in Las Vegas (das Luxor Hotel) zum Inbegriff des modernen Entertainments?

Warum fasziniert uns diese Form so sehr?

Der Vortrag analysiert auch die psychologische und ästhetische Wirkung der Pyramidenform:

  1. Stabilität und Ewigkeit: Die breite Basis und die zur Spitze zulaufende Form vermitteln ein Gefühl von Unvergänglichkeit.
  2. Himmelsleiter: In vielen Kulturen galt die Pyramide als Verbindungsweg zwischen der irdischen Welt und dem Kosmos oder den Göttern.
  3. Ästhetische Perfektion: Die klare Geometrie fasziniert Architekten seit der Antike bis hin zur Postmoderne.

Abschluss der Vortragsreihe

Dieser Beitrag bildet den krönenden Abschluss der Reihe „Die Pyramiden“. Er schlägt die Brücke von der Archäologie zur Kulturgeschichte und zeigt, dass das Erbe der Pharaonen in unserer modernen Architektur lebendiger ist, als man auf den ersten Blick vermuten mag.

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