Woher kam das Stuttgarter Ballettwunder? Eine große Sonderausstellung im StadtPalais erzählt die Geschichte des Stuttgarter Balletts – von John Cranko bis zur Gegenwart.
Es gibt Momente, die Geschichte schreiben. Für das Stuttgarter Ballett war es das Jahr 1969: Ein Gastspiel an der Metropolitan Opera in New York ließ die Tanzwelt aufhorchen und brachte dem Ensemble einen Namen, der bis heute klingt – das „Stuttgarter Ballettwunder”. Die große Sonderausstellung „Ballettwunder” im StadtPalais – Museum für Stuttgart erzählt nun erstmals umfassend, wie es dazu kam und was daraus wurde.
Im Zentrum steht John Cranko, der das Stuttgarter Ballett seit 1961 als Direktor und Choreograf prägte. Unter seiner Leitung verwandelte sich eine kleine süddeutsche Tanztruppe in eine Kompanie von Weltrang. Seine Tänzerinnen und Tänzer wurden als Stars gefeiert, Stuttgart zur Balletthauptstadt Deutschlands. Die Ausstellung zeichnet diesen Aufstieg nach – und führt die Erzählung bis in die Gegenwart fort.
Tanz als immersives Erlebnis
Die Schau, entstanden in enger Kooperation mit dem Stuttgarter Ballett, setzt auf ein visuell eindrucksvolles Ausstellungskonzept. Originalkostüme und Bühnenbildentwürfe machen die Geschichte des Ensembles greifbar, während großflächige Licht- und Videoprojektionen Tanz und Bewegung unmittelbar in den Raum bringen. Der Besuch wird so selbst zum sinnlichen Erlebnis – weit über eine klassische Museumsschau hinaus.
Ein ganzes Jahr lang ist die Ausstellung zu sehen und macht dabei deutlich, dass das Stuttgarter Ballett kein regionales Phänomen ist, sondern ein globales: Die weltweite Strahlkraft des Stuttgarter Tanzes steht im Mittelpunkt der Präsentation und lädt dazu ein, Bedeutung und Eigenständigkeit dieser einzigartigen Tanzkultur neu zu entdecken.
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