Die Ausstellung im Kunsthistorisches Museum Wien widmet sich den berühmten Stadtansichten von Giovanni Antonio Canal und seinem Neffen Bernardo Bellotto. Beide Künstler prägten mit ihren detailreichen Veduten das Bild europäischer Städte im 18. Jahrhundert nachhaltig.
Im Zentrum stehen ihre präzisen, zugleich künstlerisch inszenierten Stadtlandschaften. Mithilfe optischer Hilfsmittel wie der Camera obscura analysierten Canaletto und Bellotto urbane Räume mit nahezu wissenschaftlicher Genauigkeit und überführten diese Beobachtungen in eindrucksvolle Gemälde.
Während beide zunächst Ansichten von Venedig schufen, führte ihr Weg bald ins Ausland: Canaletto arbeitete vor allem in London, Bellotto hingegen in Dresden und Wien. Ihre Werke spiegeln damit ein Europa wider, das von Mobilität, politischen Umbrüchen und kulturellem Austausch geprägt war.
Die Ausstellung vereint bedeutende internationale Leihgaben, von denen viele erstmals in Österreich zu sehen sind. Sie ermöglicht einen neuen Blick auf die europäische Stadt des 18. Jahrhunderts und auf zwei Künstler, deren Arbeiten sich zwischen Dokumentation und Inszenierung hin und her bewegen.
Mehr unter: www.khm.at





