Thomas Mann und das Alte Ägypten – Zum Doppeljubiläum 2025 ein Vortrag von Dr. Sylvia Schoske

Thomas Mann und Ägypten – “Tief ist der Brunnen der Vergangenheit …” | Vortrag von Dr. Sylvia Schoske

Das Jahr 2025 markiert gleich zwei besondere Jahrestage im Leben von Thomas Mann: seinen 150. Geburtstag und den 70. Todestag. Neben Werken wie Buddenbrooks oder Der Zauberberg gilt seine Roman-Tetralogie Joseph und seine Brüder als ein literarischer Höhepunkt – und als wohl eindrucksvollste Beschreibung des Alten Ägypten in der deutschsprachigen Literatur.

Zwischen 1926 und 1943 arbeitete Mann an diesem monumentalen Werk, das er in München begann und im Exil im kalifornischen Pacific Palisades vollendete. Die vier Bände verknüpfen biblische Erzählungen mit detailreichen Schilderungen von Land, Menschen, Kunst und Religion am Nil. Um Authentizität zu erreichen, reiste der Schriftsteller zweimal nach Ägypten, besuchte die Schauplätze seiner Handlung und ließ sich vom renommierten Münchner Ägyptologen Wilhelm Spiegelberg beraten.

In der intensiven Auseinandersetzung mit historischen Quellen und archäologischen Erkenntnissen entwickelte Mann eine literarische Welt, die zwischen mythischer Erzählkraft und wissenschaftlicher Genauigkeit changiert. So wurde er – wie Zeitgenossen bemerkten – „fast selbst zum Ägyptologen“.

Das Doppeljubiläum 2025 bietet Gelegenheit, nicht nur den großen Erzähler zu ehren, sondern auch den literarischen Forschungsreisenden, der in Joseph und seine Brüder ein facettenreiches Panorama des Alten Ägypten geschaffen hat.


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