Das Belvedere 21 bringt 150 Kunstwerke in einer Schau auf mehreren Ebenen zusammen. Alle Werke der “Stellprobe” sind Erwerbungen oder Schenkungen der vergangenen zehn Jahre. Die Zusammenstellung ist ein Versuch und folgt der Intuition. Sie bespielt das Erdgeschoss, Obergeschoss, Blickle Kino und Garten des Hauses.
Rechenschaft ablegen: Was kam seit 2017 hinzu?
Die Ausstellung nimmt den Bestand unter die Lupe, der seit 2017 in die Sammlung kam.
“Wir haben uns vorgenommen, Rechenschaft abzulegen, über ein Jahrzehnt von Sammlungszuwächsen. Wie ist diese Sammlung gewachsen? Um wie viel Stück? Was waren die Schwerpunkte?”_ Stella Rollig, Generaldirektorin und Kuratorin
Der Blick auf die Werke erlaubt, Bilanz zu ziehen und unternimmt gleichzeitig den Versuch eines Blicks in die mögliche Zukunft des Museums und seiner Sammlungsstrategie.
Stellprobe: Zwischen Schwerpunktsetzung und Raumfrage
Nicht alles, was erworben wurde, findet auch Platz. „Natürlich versucht man bestimmte Schwerpunkte zu stärken, die einem auch in der Sammlungstätigkeit wichtig waren”, erklärt Rollig. Doch es gibt auch harte Ausschlüsse, die sich schlicht aus dem Format ergeben. Ganze Rauminstallationen, die das Museum in den vergangenen Jahren erwarb, sprengen den Rahmen einer Gruppenausstellung – sie nehmen schlicht zu viel Raum ein. Die Kuratorin musste also nicht nur auswählen, sondern auch verdichten, aussieben und strategisch planen.
Beide Ebenen, eine Fülle: Das ganze Haus im Blick
Was diese Ausstellung von anderen unterscheidet, ist das Format selbst. Üblicherweise werden die beiden Ebenen des Belvedere 21 getrennt voneinander bespielt. Für eine Sammlungsbilanz-Ausstellung war es jedoch „geradezu notwendig, das ganze Haus in Beschlag zu nehmen”. So entstand eine Schau in schierer Fülle: Werke wurden wieder reingeholt, immer umgeben von einer Fülle von Abbildungen. Das Ergebnis ist eine dichte, übergreifende Präsentation, die das Museum als Gesamtkunstwerk erlebbar macht – eingefasst im Display von Heimo Zobernig.
Kuratiert von Stella Rollig und Luisa Ziaja. Assistenzkuratorinnen: Johanna Hofer und Katarina Lozo
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