Die Ausstellung zeigt erstmals eine Gegenüberstellung zweier bedeutender Vertreter der Neuen Sachlichkeit: Otto Dix (1891–1969) und Adolf Dietrich (1877–1957).
Nur wenige Kilometer trennten ihre Wohnorte am Bodensee, doch ihre künstlerischen Wege könnten unterschiedlicher kaum sein: Der Schweizer Selbstlerner Adolf Dietrich lebte sein Leben lang im thurgauischen Berlingen, während Otto Dix, von den Nationalsozialisten als „entartet“ diffamiert, ab Mitte der 1930er Jahre im deutschen Hemmenhofen Zuflucht fand. Beide schöpften ihre Motive aus der unmittelbaren Umgebung – aus den Landschaften, Szenen und Menschen rund um den See.
Ob sich die beiden Künstler je persönlich begegnet sind, ist unklar. Fest steht: Sie kannten die Werke des jeweils anderen. Eine neue Ausstellung bringt ihre Arbeiten nun in einen spannenden Dialog. Sie fragt: Wie unterschieden sich Dietrichs und Dix’ Blick auf die Welt? Wie beeinflussten Herkunft, politische Umbrüche und gesellschaftliche Umwälzungen ihr Schaffen?
Mit rund 100 Gemälden, Zeichnungen und Druckgrafiken – darunter bedeutende Leihgaben aus 17 Museen und Privatsammlungen in der Schweiz und Deutschland – eröffnet die Ausstellung einen neuen Blick auf zwei Künstler, deren Werke weit über die Bodenseeregion hinausstrahlen.
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