In Berlin zeigt ein partizipatives Forschungsprojekt, wie Wissenschaft neue Zielgruppen erreichen kann. Im Mittelpunkt stehen Fledermäuse. 18 Arten leben in der Hauptstadt. Sie gelten als sensible Indikatoren für ökologische Veränderungen und reagieren besonders auf Lichtverschmutzung und den Verlust von Lebensräumen. Damit machen sie die Auswirkungen urbaner Entwicklungen sichtbar.
Die Biologin Theresa Schabacker entwickelte im Rahmen des IETI Hub am Museum für Naturkunde das Projekt „Fledermausexpedition – Scientist for a Day“. Ziel ist es, Wissenschaft niedrigschwellig und praxisnah zu vermitteln. In Workshops lernen Kinder und Erwachsene Grundlagen der Fledermausforschung kennen – von der Echolokation bis zum eigenständigen wissenschaftlichen Arbeiten, etwa durch den Bau einfacher Fledermausdetektoren.
Das Projekt setzt bewusst auf aktive Beteiligung: In Stadtteilen wie Berlin-Buch werden Teilnehmende selbst zu Forschenden. Damit erleben sie Wissenschaft als offenen Prozess. Die Forschung wird aus dem Labor in den öffentlichen Raum verlagert und mit den Erfahrungen der Menschen vor Ort verknüpft.
Die Initiative ist Teil des Programms „IETI Hub for Research Impact“. Das Programm fördert neue Formen des Public Engagement. In Zusammenarbeit mit Partnern wie der Stiftung Naturschutz Berlin, lokalen Bildungseinrichtungen und Bibliotheken entsteht so ein Modell, das Wissenschaftskommunikation als Dialog versteht.
Das Projekt verdeutlicht, wie Museen ihre Rolle als Orte des Austauschs neu definieren.
Mehr unter: www.museumfuernaturkunde.berlin





