Am 2. Oktober 1986 wurde mit dem Fährhafen Mukran auf Rügen eines der größten Verkehrsprojekte der DDR eingeweiht. Was die DDR-Propaganda als »Brücke der Freundschaft zum Lande Lenins« feierte, war zugleich eine strategisch bedeutende Verbindung zwischen der DDR und der Sowjetunion im Kalten Krieg. Unter strengster Geheimhaltung hatten Ost-Berlin und Moskau eine direkte Fährverbindung zwischen Mukran und Klaipėda (Memel) geschaffen. Die leistungsfähigsten Eisenbahnfähren der Welt ermöglichten Transporte im 48-Stunden-Takt über die Ostsee – unter Umgehung Polens.
Anlässlich des 40. Jubiläums des Fährhafens Mukran beleuchtet der Publizist Wolfgang Klietz die Geschichte dieser außergewöhnlichen Verbindung. Anhand seiner Recherchen und zahlreicher historischer Fotografien gibt er Einblicke in die politischen, wirtschaftlichen und strategischen Hintergründe des Projekts.
Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Museum Berlin-Karlshorst statt.
Vortrag und Gespräch:
- Wolfgang Klietz, Publizist, Hamburg
- Christoph Meißner, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Museum Berlin-Karlshorst
Moderation: Sören Marotz, Ausstellungsleiter DDR Museum
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