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Jüdisch im Feed – Podiumsdiskussion zu Sichtbarkeit, Community und Hate Speech auf TikTok & Co.

5. November | 19:00

In den USA gibt es mit „JewTok“ eine lebendige jüdische Community auf TikTok. Im deutschsprachigen Raum fehlt sie weitgehend. Eine Podiumsdiskussion fragt, woran das liegt und was sich ändern muss.

JewTok in den USA, Zurückhaltung in Deutschland

Unter dem Hashtag JewTok hat sich in den USA eine vielfältige digitale Gemeinschaft etabliert, in der jüdische Creatorinnen und Creator ihren Alltag, ihren Glauben und ihren Humor teilen. Im deutschsprachigen Raum ist das Bild ein anderes: Jüdische Stimmen sind auf TikTok und anderen Plattformen deutlich weniger präsent. Die Podiumsdiskussion „Jüdisch im Feed“ geht dieser Lücke nach und bringt Content Creatorinnen, Expertinnen und Publikum miteinander ins Gespräch.

Antisemitismus, Hate Speech und fehlender Schutz

Eine zentrale Frage ist, welche Rolle antisemitische Anfeindungen, Hate Speech und unzureichende Schutzmechanismen dabei spielen. Wer jüdische Kultur online sichtbar macht, muss mit Hass im Netz rechnen. Das wirkt sich darauf aus, wer sich überhaupt zeigt. Die Diskussion fragt, welche Verantwortung Plattformen, Institutionen und Nutzerinnen und Nutzer tragen und wie digitale Räume sicherer werden können.

Vier Perspektiven aus der Praxis

Auf dem Podium stehen persönliche Erfahrungen im Mittelpunkt:

  • ruth__lol ist Meme-Künstlerin und Aktivistin. Ihr Instagram-Account erreicht mehr als 23.000 Follower. Aus linker Perspektive kommentiert sie Antisemitismus, Erinnerungskultur, Rassismus und Queerfeindlichkeit, mit Humor und bewusst zugespitzten Memes.
  • Helene Braun ist jüdische Theologin und angehende Rabbinerin am Abraham Geiger Kolleg in Potsdam. Als @leni_lafayette zeigt sie auf Instagram jüdischen Alltag und Glaubenspraxis. Seit 2026 ist sie Theologische Referentin beim House of One in Berlin.
  • Niyousha Akbari ist Politikwissenschaftlerin und arbeitet bei der Bildungsstätte Anne Frank im Bereich politische Bildung im Netz. Sie berät außerdem Institutionen zur strategischen Nutzung von Social Media.
  • Rosa Jellinek ist Content Creatorin (@rose_igeaussichten), Aktivistin und politische Bildnerin. Sie arbeitet zu Judentum, Antisemitismus, Queerness und Feminismus und ist TikTok-Creatorin am Jüdischen Museum Berlin.

Sichtbar, vielfältig, selbstbestimmt

Die Diskussion behandelt auch digitale Öffentlichkeit, Community-Bildung und Allyship. Sie fragt, was nötig ist, damit jüdische Perspektiven im digitalen Raum selbstbestimmt und in ihrer ganzen Vielfalt vertreten sein können.

Jüdisches Museum Berlin – W. M. Blumenthal Akademie

Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1
10969 Berlin, Berlin
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