Das Kunstmuseum im digitalen Zeitalter 2026

Wie können Museen angesichts von KI, Desinformation und algorithmischer Verzerrung ihre Glaubwürdigkeit als Orte der Wissensvermittlung bewahren? Die achte Auflage einer internationalen Online-Konferenz widmet sich genau dieser Frage und lotet aus, wie digitale Technologien gleichzeitig neue Chancen für Partizipation und Reflexion eröffnen.

Museen im Spannungsfeld von Fakten und Fakes

Die digitale Transformation verändert nicht nur die Technik, sondern auch das Vertrauen in Informationen. Wachsende Desinformation, KI-generierte Inhalte und algorithmische Verzerrungen stellen Museen vor eine fundamentale Herausforderung: Sie müssen ihre Rolle als vertrauenswürdige Vermittler von Wissen neu definieren. Gleichzeitig bieten digitale Werkzeuge aber auch völlig neue Möglichkeiten, Inhalte zu kontextualisieren, zu übersetzen und Besucherinnen und Besucher stärker einzubinden. Die Konferenz nimmt diese komplexen Wechselwirkungen in den Blick und fragt, welche Verantwortung Kultureinrichtungen im digitalen Raum übernehmen.

Keynote, Sessions und Diskussion: Das Programm im Überblick

Die Veranstaltung setzt auf ein vielfältiges Format, das theoretische Reflexion mit praktischem Austausch verbindet. Den Auftakt bildet eine Keynote-Lecture, gefolgt von vier thematischen Online-Sessions. Diese beleuchten aktuelle Entwicklungen, ethische Spannungsfelder und konkrete Praxisbeispiele aus der Museumsarbeit. Ergänzt wird das Programm durch einen Workshop vor Ort sowie eine Podiumsdiskussion, die den Austausch zwischen Wissenschaft, Kulturvermittlung und Technologie vertiefen.

Digitale Verantwortung: Die zentrale Leitfrage

Im Mittelpunkt der Konferenz steht eine zentrale Frage: Wie können Museen aktiv dazu beitragen, eine offene und reflektierte Informationskultur zu stärken? Es geht nicht nur um den Schutz vor Falschinformation, sondern um eine bewusste Auseinandersetzung mit digitaler Wissenshoheit. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten Impulse, wie Kultureinrichtungen ihre digitale Verantwortung wahrnehmen und gleichzeitig ihre demokratische Bildungsfunktion neu ausrichten können.

Mit Beiträgen von:

Sophia Bakogianni & Cassandra Kist, Leslie P. Zimmermann, Viola Rühse & Markus Wintersberger, Richard Palmer & Shehar Bano,Nicola Carboni, Birgitte Aga & Julie L. Parisi, Sonja Thiel, Theresa V. Kennedy, Brendan Ciecko and Andrea Detme und Oonagh Murphy

Mehr unter: belvedere.at

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