Im Europäisches Hansemuseum analysierte die Historikerin Felicia Sternfeld die Rolle des Museums im Spannungsfeld von Wissenschaft, Erzählung und Erinnerungspolitik. Der Vortrag fand im Rahmen der 141. Jahrestagung des Hansischen Geschichtsvereins im Mai 2026 statt.
Im Zentrum steht die Frage, wie Geschichte im Museum konstruiert und vermittelt wird. Sternfeld zeigt, dass Ausstellungen nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse präsentieren, sondern zugleich narrative Entscheidungen treffen: Welche Themen werden betont, welche Perspektiven ausgeblendet? Welche Geschichten erscheinen als zentral für das Verständnis der Hanse?
Dabei wird deutlich, dass Museen aktiv an erinnerungspolitischen Prozessen beteiligt sind. Sie prägen, wie Vergangenheit gedeutet und in der Gegenwart verankert wird. Das Europäische Hansemuseum fungiert somit nicht nur als Ort der Wissensvermittlung, sondern auch als Akteur, der historische Narrative formt und gesellschaftliche Diskurse beeinflusst.
Mehr unter: www.hansischergeschichtsverein.de/pfingsttagung-2026-luebeck





