Kreuz im Gebirge zählt zu den politischen Bildern des Dresdener Romantikers: Der streng symmetrische Aufbau lenkt den Blick auf die Mittelachse, wo Christus am Kreuz vor einer gotischen Kirchenfassade aufragt und spiegelbildlich von Felsen und Fichten umrahmt wird. Friedrich verzichtet auf eine realistische Schilderung der Landschaft zugunsten einer vielschichtigen Symbolik, in der Religion und Natur zu einer Einheit verbunden werden. Der steinige, dornenreiche Vordergrund steht für den schweren Weg der christlichen Erlösung. Die Rückbesinnung auf die Gotik als ‚deutscher Stil‘ galt in der Romantik als Ideal der verlorenen deutschen Einheit nach der napoleonischen Fremdherrschaft.

Caspar David Friedrich, Kreuz im Gebirge, um 1812, Öl auf Leinwand, 45 x 38 cm
Kunstpalast, Düsseldorf, © Kunstpalast, Foto: Horst Kolberg – ARTOTHEK

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