BLOOM: Graz widmet 2026 sein gesamtes Ausstellungsjahr der Blume

Schönheit, Handel, Kolonialismus, Leben und Tod – die Blume ist weit mehr als ein ästhetisches Motiv. Das Universalmuseum Joanneum und das Kunsthaus Graz erkunden 2026 in zehn Ausstellungen ihr ganzes Spektrum.

Sie wird geliebt und gehandelt, verehrt und instrumentalisiert: Die Blume begleitet den Menschen von der Geburt bis zum Tod und taucht in nahezu jeder Kultur der Welt auf. Dass dieses scheinbar zarte Motiv eine erstaunliche Tiefe birgt, macht das ambitionierte Ausstellungsprojekt BLOOM deutlich, das das Universalmuseum Joanneum und das Kunsthaus Graz gemeinsam durch das gesamte Jahr 2026 tragen.

Zwischen Frühling und Herbst laden zehn Ausstellungen dazu ein, die Blume in all ihren Facetten zu entdecken. Der Bogen ist weit gespannt: Die Blume als Symbol des Friedens und der Fragilität des Lebens steht ebenso im Fokus wie ihre Rolle als Treiber des Kolonialismus – denn der globale Blumenhandel hat historisch tiefe Spuren hinterlassen. Gleichzeitig haben Blumen die Wissenschaften inspiriert, botanische Mythen erschaffen und die Aufklärung befeuert.

BLOOM versteht sich dabei als kulturübergreifendes Projekt: Die Ausstellungen zeigen, wie Blumen Kulturen verbinden – und wie sie zugleich Schauplatz von Macht, Begehren und Ausbeutung waren und sind. Ein Thema, das ästhetisch beginnt und politisch endet – oder umgekehrt.

Das Grazer Doppelprojekt macht die Stadt 2026 zu einem ungewöhnlichen Zentrum des kulturellen Diskurses: selten hat ein einzelnes Motiv so viele Perspektiven auf Natur, Geschichte, Kunst und Gesellschaft eröffnet.

Video: Simon

Mehr unter: www.museum-joanneum.at/bloom

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