Klang aus dem 19. Jahrhundert: Der restaurierte Knake-Flügel kehrt ins Stadtmuseum Münster zurück

Ein Flügel aus den 1860er Jahren, ein Klavierbaumeister, ein Pianist und eine Crowdfunding-Kampagne – das Stadtmuseum Münster macht ein Stück Musikgeschichte wieder hörbar.

Ein Instrument kehrt zum Leben zurück

Im Kabinett 21 des Stadtmuseums Münster ist seit dem 7. Februar 2026 wieder Musik zu hören – und zwar so, wie sie im 19. Jahrhundert geklungen haben könnte. Der Förderverein Stadtmuseum Münster e. V. hat einen Flügel aus den 1860er Jahren restaurieren lassen, der nun in einem Video von Klavierbaumeister Gernot Gottschling und Pianist Hannes Sonntag vorgestellt wird. Die Idee zu dem Projekt stammt von Dr. Barbara Rommé vom Stadtmuseum Münster.

Was steckt hinter dem Knake-Flügel?

Der Flügel stammt aus der Werkstatt des Münsteraner Klavierbauers Knake – ein Instrument, das die lokale Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts greifbar macht. Klavierbaumeister Gernot Gottschling erläutert in der Aufzeichnung, was eine solche Restaurierung bedeutet: Welche Eingriffe sind nötig, um ein historisches Instrument wieder spielbar zu machen, ohne seinen Charakter zu verändern? Und wie klingt ein Flügel aus den 1860er Jahren überhaupt?

Vom Crowdfunding ins Museum

Das Restaurierungsprojekt wäre ohne breite Unterstützung nicht möglich gewesen. Zahlreiche Spenderinnen und Spender trugen über die Crowdfunding-Plattform „Viele schaffen mehr” zur Finanzierung bei. Zusätzlich förderte das LWL-Museumsamt die Restaurierung mit einer großzügigen institutionellen Unterstützung. Das Projekt zeigt, wie bürgerschaftliches Engagement und öffentliche Förderung gemeinsam Kulturprojekte ermöglichen können.

Ein klingendes Exponat

Der restaurierte Knake-Flügel ist kein Ausstellungsstück zum Anschauen, sondern eines zum Zuhören – ein klingendes Exponat, das Musikgeschichte unmittelbar erfahrbar macht. Pianist Hannes Sonntag lässt das Instrument in der Aufzeichnung sprechen und zeigt, welche Ausdrucksmöglichkeiten ein historischer Flügel bereithält.

Mehr unter: www.stadtmuseum-muenster.de

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