Michael Riedel im Museum Haus Konstruktiv: Ein Mietvertrag wird zur Kunst

258 Quadratmeter, mehrere Etagen, ein ungewöhnlicher Ausgangstext: Michael Riedel verwandelt den Mietvertrag des Museums in eine monumentale Wand- und Deckeninstallation.

Was liegt näher, als den Ort selbst zum Thema zu machen? Auf Einladung des Museum Haus Konstruktiv in Zürich hat der Künstler Michael Riedel eine mehrjährige Wand- und Deckeninstallation entwickelt, die das Gebäude, in dem sie sich befindet, zum eigentlichen Ausgangsmaterial erklärt.

Die Basis von Riedels grafischer Arbeit ist der Mietvertrag des Museums für seinen neuen Standort im Löwenbräukunst-Areal – ein nüchternes Rechtsdokument, das er in eine weiträumige visuelle Bildfläche überführt. Auf insgesamt 258 Quadratmetern entfaltet sich die Installation durch die architektonischen Strukturen des Gebäudes: vom Eingangsbereich im Ostteil über das Zwischengeschoss bis hinauf ins erste Obergeschoss im Westteil. Ost und West, verschiedene Ebenen, unterschiedliche Räume – Riedels Arbeit verbindet sie zu einem zusammenhängenden visuellen Erlebnis und macht dabei die räumliche Situation des Hauses selbst sichtbar und erfahrbar.

Die Installation ist auf mehrere Jahre angelegt und damit selbst so etwas wie ein Langzeitvertrag zwischen Künstler und Institution – eine stille, großformatige Reflexion über Raum, Sprache, Recht und die institutionellen Bedingungen von Kunst.

Mehr unter: https://hauskonstruktiv.ch

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