THE SCREEN: KI und Kunst im ZKM

Das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe startet mit „THE SCREEN“ ein neues Großformat im Lichthof 8. Über sechs Wochen verwandelt eine gigantische LED-Wand den Raum in ein digitales Labor. Drei internationale Positionen zeigen, dass Künstliche Intelligenz weit mehr ist als ein Werkzeug – sie wird zur Mitautorin, zum Datenwirbel und zum autonomen Akteur.

Ab dem 13. März 2026 wird der Lichthof 8 nicht nur zur Galerie, sondern zum Wohnzimmer der Medienkunst. Mit Barbetrieb und verlängerten Öffnungszeiten am Wochenende lädt das ZKM dazu ein, Zeit mit der Kunst zu verbringen und die KI-Revolution im XXL-Format ($8,5 \times 6$ Meter) zu erleben.

Drei Akte der digitalen Evolution

Die Ausstellung ist in drei zweiwöchige Phasen unterteilt, die jeweils einen völlig anderen Blickwinkel auf die Algorithmen werfen:

1. Refik Anadol: Im Wirbel der Daten (13.–27. März)

Den Auftakt macht der Rockstar der Datenkunst. Anadol verwandelt unsichtbare Datenströme in fließende, hypnotische Skulpturen.

  • Das Erlebnis: Seine „Data Sculptures“ lassen die Komplexität unserer digitalen Gegenwart physisch spürbar werden. Die monumentale Wand im Lichthof 8 wird zum Fenster in das „Gedächtnis“ der Maschinen.

2. Sasha Stiles: Die Poesie der Codes (28. März – 10. April)

Die kalmykisch-amerikanische Dichterin Sasha Stiles beweist, dass KI auch eine Seele – oder zumindest eine Stimme – haben kann.

  • Das Alter Ego: Zusammen mit ihrer KI-Entität „Technelegy“ erforscht sie die Verwandtschaft von Poesie und Programmierung. Für Stiles ist Poesie die älteste Technologie der Menschheit; die KI ist lediglich ihre neueste Erbin.

3. Agent Provocateur: Die Geburt der Autonomie (11.–26. April)

Zum Abschluss zeigt das ZKM eine Eigenproduktion. Hier übernehmen autonome KI-Agenten das Kommando.

  • Echtzeit-Kreativität: Mehrere Agenten erschaffen live Bilder und Klänge.
  • Transparenz: Auf zusätzlichen Bildschirmen können Besucher die „Gedankengänge“ der Programme mitverfolgen. Das Werk reagiert auf die Anwesenheit des Publikums und entwickelt sich über die gesamte Laufzeit weiter – ein Experiment an der Grenze zwischen Werkzeug und eigenständigem Schöpfer.

Mehr unter: zkm.de

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