Die Ausstellung „Helmut & Johanna Kandl. Palette“ geht in praktischer Anwendung der Frage nach, woher die Farben, Pigmente oder Bindemittel in Gemälden kommen.

Im Zusammenspiel von natur-, wirtschafts- und kulturwissenschaftlichen Disziplinen mit der künstlerischen Forschung erlaubt das Projekt, die blinden Flecken in einer globalen Gesellschaft sichtbar zu machen.

Helmut & Johanna Kandls Ausstellung Palette fokussiert auf die Orte der Farb- und Bindemittelproduktion. Dabei zeigt sich, welche Bedeutung diese Produktionen für die Ökonomien vor Ort haben, vor allem für Frauen, die etwa durch das Pflanzen von Akazien eine Möglichkeit wirtschaftlicher Unabhängigkeit sehen und damit zugleich einen ökologisch wertvollen Beitrag gegen die Ausbreitung der Wüsten liefern. So werden in der Ausstellung neben ökonomischen, sozialen und kulturellen Themen ökologische Aspekte in ungewöhnlicher Weise angesprochen. Pigmente, also die farbgebenden Substanzen, sind meist mineralisch, d. h. Produkte des Bergbaus. Zumal Helmut & Johanna Kandls Arbeitsweise oft auch ein „Ausufernlassen“ der Themen beinhaltet – ein Nachgehen von Randthemen, was den Blick zu öffnen vermag –, zeigt das Künstlerpaar beispielsweise Zusammenhänge von Bergbau mit Mythologie, Zwergen oder mit der Musikrichtung Heavy Metal auf.

Mehr unter: www.museum-joanneum.at

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