3,4 Tonnen in der Schwebe: Die Wilsnacker Glocke im Märkischen Museum wird angehoben

Sechs Monate Vorbereitung, Spezialtechnik und ein Team aus Expertinnen und Experten – um eine der größten Glocken Berlins zu vermessen, musste sie erstmals seit Jahrzehnten bewegt werden.

Eine ungewöhnliche Herausforderung

Wie misst man ein Objekt, das seit Jahrzehnten unberührt an seinem Platz steht und dabei 3,4 Tonnen wiegt? Das Märkische Museum in Berlin stellte sich genau dieser Frage. Um die tatsächlichen Dimensionen der Wilsnacker Glocke zu erfassen, war es nötig, das historische Klangkunstwerk mithilfe von Spezialtechnik anzuheben – ein Vorhaben, das sechs Monate intensiver Vorbereitung durch ein Team aus Expertinnen und Experten erforderte.

Ein Foto der Backsteinkirche Wunderblutkirche Bad Wildsnack
Wunderblutkirche Bad Wildsnack, West- und Südseite | Quelle: Wikipedia CC BY-SA 3.0

Eine Glocke mit Geschichte

Die Wilsnacker Glocke gehört zu den größten und schwersten Objekten der gesamten Sammlung des Märkischen Museums. Gegossen wurde sie im 15. Jahrhundert für die Wallfahrtskirche in Bad Wilsnack – einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte des mittelalterlichen Norddeutschlands. Das Gusseisen, aus dem sie gefertigt ist, hat Jahrhunderte überdauert und macht die Glocke zu einem einzigartigen Zeugnis spätmittelalterlicher Handwerkskunst.

Mehr unter: www.berlin.museum/baujournal

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