Nach mehr als einem Jahrhundert feiert die Mineralogie ihr Comeback im Staatlichen Naturhistorischen Museum Braunschweig: Ab dem 12. September 2025 öffnet die neue Dauerausstellung „Minerale · Gesteine · Prozesse“. Auf rund 100 Quadratmetern treffen Besucher*innen auf funkelnde Kristalle, fluoreszierende Mineralien, Edel- und Schmucksteine – aber auch auf Meteoriten, Rohstoffe des Alltags und geologische Besonderheiten aus der Region.
Damit wird ein traditionsreiches Kapitel der Museumsgeschichte neu aufgeschlagen. Bereits 1877 hatte das Herzogliche Kunst- und Naturalienkabinett seine mineralogischen Bestände an die Polytechnische Hochschule, die heutige TU Braunschweig, abgegeben. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg blieb das Thema jahrzehntelang unberücksichtigt. Erst mit der Übernahme des „Mineralien-Kabinetts“ der TU im Jahr 2018, das auf die Initiative von Professor Dietmar Reinsch zurückgeht und auch bedeutende Privatzustiftungen wie jene des Reiseunternehmers Walter R. Kahn umfasst, war die Rückkehr der Mineralogie möglich.
Die Ausstellung verbindet klassische Vitrinen mit multimedialen und interaktiven Stationen. Modelle, Filme und Mitmachangebote veranschaulichen die Bedeutung von Mineralen für Technik, Schmuck, Umwelt und Nachhaltigkeit. Regionale Schwerpunkte – von der Bergbaugeschichte im Harz bis zu niedersächsischen Rohstoffen – schlagen die Brücke zwischen globalen Fragen und lokaler Erfahrung.
Ermöglicht wurde die neue Dauerausstellung durch das Engagement zahlreicher Partnerinstitutionen und Förderer, darunter die Stiftung Braunschweigische Kulturbesitz, die Stiftung Niedersachsen, die Technische Universität Braunschweig, das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur sowie das Staatliche Baumanagement Braunschweig.
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