Mit der Ausstellung Sculpture 21st: Peter Kogler zeigt das Lehmbruck Museum einen der bedeutendsten Pioniere der Medienkunst. Der 1959 geborene Künstler aus Innsbruck transformiert die Glashalle des Museums in eine überwältigende Mixed-Reality-Installation, die Realität, Illusion und digitale Welt auf faszinierende Weise verschmelzen lässt.
Digitale Muster, reale Räume – ein immersives Erlebnis
Peter Kogler, bekannt für seine bildgewaltigen Computeranimationen, raumfüllenden Installationen und skulpturalen Objekte, entwickelt für die Glashalle ein eigenes visuelles Universum: raumhohe Vorhänge, metallene Objekte und ein verspiegelter begehbarer Kubus erzeugen ein labyrinthisches Raumgefühl, das gleichzeitig visuell und körperlich erfahrbar ist.
Schwarz-weiße Muster, für Kogler typisch, durchziehen Wände und Böden, verzerren die Orientierung und konfrontieren die Besuchenden mit einer virtuellen Ästhetik. Über das Smartphone lässt sich Koglers „Mixed Reality“ zusätzlich erweitern – Wesen und Formen erscheinen digital inmitten des realen Raums. Die Ausstellung vernetzt somit analoge Architektur mit digitalen Überlagerungen und spielt mit Wahrnehmung, Täuschung und räumlicher Erfahrung.
Kunst zwischen Architektur und Datenstrom
Seit den 1980er-Jahren arbeitet Kogler mit digitalen Technologien. Seine ikonischen Motive – Röhren, Gehirne, Weltkugeln und Ameisen – stehen für die Bildcodes unserer vernetzten Welt. Seine Werke sind nicht nur visuelle Statements, sondern auch körperliche Herausforderungen: Wer seine Räume betritt, verliert kurzfristig die Orientierung – um eine neue Perspektive auf Raum, Körper und Bild zu gewinnen.
Mit Sculpture 21st gelingt Kogler eine künstlerische Brücke zwischen öffentlichem Raum (Kantpark), musealem Kontext und virtueller Erweiterung – eine Kunst der Gegenwart, die unsere Gegenwart spiegelt.
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