Was steckt in einem altägyptischen Kinderschuh? Wie wurde eine Mumienkartonage hergestellt? Ein Vortrag gibt Einblick in die restauratorische Forschungsarbeit hinter der Sonderausstellung „Kindheit am Nil”.
Bevor ein archäologisches Objekt in einer Ausstellung zu sehen ist, hat es oft einen langen Weg hinter sich – nicht nur durch die Jahrtausende, sondern auch durch das Restaurierungsatelier. Für die Sonderausstellung „Kindheit am Nil” hat Dr. Ina Schneebauer-Meissner mehrere Objekte eingehend erforscht und restauriert: Lederschuhe, eine Mumienkartonage, eine Fußkartonage sowie einen Sarg.
In ihrem Vortrag im Rahmen der Ausstellung stellt sie die Ergebnisse dieser Arbeit vor – und gibt damit einen seltenen Blick hinter die Kulissen musealer Konservierungsarbeit. Im Mittelpunkt standen herstellungstechnologische Untersuchungen und Materialanalysen: Wie wurden die Objekte gefertigt? Aus welchen Materialien bestehen sie? Und in welchem Erhaltungszustand befinden sie sich heute?
Die Analyseergebnisse bildeten die Grundlage für konkrete restauratorische Maßnahmen – zur Stabilisierung, Erhaltung und Präsentation der Objekte. Was zunächst wie trockene Wissenschaft klingt, ist in Wahrheit eine Detektivarbeit, die nicht nur den Zustand der Stücke sichert, sondern auch ihr Verständnis vertieft: Materialien erzählen von Herstellungstechniken, Handelswegen und alltäglichen Lebenswelten im alten Ägypten.
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