Das open art museum, Zentrum für schweizerische Outsider Art, Art Brut und Naive Kunst, eröffnet mit der Ausstellung „Ein Traum von einem Ballkleid“ einen besonderen Blick in die Archive der Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel. Zum ersten Mal werden Arbeiten aus dem dortigen Bilderlager öffentlich gezeigt – ergänzt um Werke aus der eigenen Sammlung, die ebenfalls in Basel entstanden sind.
Die ausgestellten Arbeiten, überwiegend zwischen 1960 und 1990 geschaffen, erzählen stille Geschichten. Sie sind mehr als nur kreative Ausdrucksformen – sie sind gesellschaftliche Spiegel und persönliche Zeugnisse. Die Werke dokumentieren, wie sich Menschen mit ihren individuellen Lebensrealitäten auseinandergesetzt haben: mit der Suche nach Sinn, nach Stabilität oder nach dem Verborgenen, das ans Licht drängt.
Museumsleiterin Monika Jagfeld betont im Gespräch, dass diese Werke sowohl Einblicke in den damaligen Umgang mit mentaler Gesundheit als auch in die subjektive Wahrnehmung der Welt geben. „Sie sind Seismografen ihrer Zeit, unmittelbar, direkt und von einer oft berührenden Intensität“, so Jagfeld.
Mit dieser Schau macht das open art museum nicht nur künstlerische Positionen sichtbar, die bislang verborgen blieben, sondern öffnet auch den Dialog über den Wert und die Bedeutung künstlerischen Schaffens in klinischen Kontexten – ein Thema, das aktueller kaum sein könnte.
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