Fossile Energien, lebendige Kunst: Eine Zeitreise im Fricktal

Im Fricktal begegnen sich Vergangenheit und Gegenwart auf faszinierende Weise. Die neue Ausstellung von Pauline Marx und ihrem Team verbindet Jahrmillionen alte Fossilien mit zeitgenössischer Handwerkskunst und stellt die Frage: Was überdauert die Zeit?

Für dieses Projekt ist die Künstlerin Pauline Marx tief in die Erde des Fricktals eingetaucht. Sie hat gegraben, Erde zum Töpfern gewonnen und sich von den Schätzen des Bodens inspirieren lassen. In einer Region, in der man im Boden oft fossile Brennstoffe vermutet, fand sie stattdessen eine Welt voller Ideen und Anregungen darüber, was vor Millionen von Jahren hier existiert haben könnte.

Symbiose aus Urzeit und Moderne

Das Besondere an dieser Schau ist die unmittelbare Gegenüberstellung:

  • Echte Fossilien: Das Sauriermuseum Frick hat Originalknochen zur Verfügung gestellt, die Seite an Seite mit brandneuen Kunstwerken präsentiert werden.
  • Verschwimmende Grenzen: Beim Rundgang durch die Ausstellung stellt sich immer wieder die Frage: Ist ein Exponat 150 Millionen Jahre alt oder erst vor wenigen Tagen entstanden?.

Lokale Zusammenarbeit und alte Techniken

Pauline Marx, die auch als Musikerin bekannt ist, erarbeitete das Projekt gemeinsam mit einem Team aus der Bretagne. Dabei entstand eine enge Zusammenarbeit mit lokalen Kunstschaffenden aus der Region.

  • Handwerk im Fokus: Die Gruppe nutzt traditionelle Techniken wie Töpfern, Eisenschmieden, Nähen und das Färben von Stoffen. Sogar Pflanzenextrakte wurden für die Werke destilliert.

Die Schildkröte als Mahnmal

Ein zentrales Symbol der Ausstellung ist ein Sitzkissen in Form einer Meeresschildkröte. Inspiriert von einem Originalfossil aus dem Sauriermuseum, erinnert es daran, dass Schildkröten seit der Zeit der Dinosaurier fast alles überlebt haben – doch heute durch die Klimaerwärmung in ihrer Existenz bedroht sind.

Produktion: arttv.ch

Mehr unter: www.rehmann-museum.ch

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