Mit seiner neuen Ausstellung „Fear Rage Desire, Still Standing“ verwandelt der Schweizer Künstler Marc Bauer das Kunstmuseum Basel in einen Raum der Reflexion. Durch monumentale Wandzeichnungen und die Reaktivierung von Archivbildern lädt er die Besucher ein, tief in eine Welt aus Emotionen und gesellschaftlichen Fragen einzutauchen.
Marc Bauers Kunst ist ein Erlebnis für alle Sinne. Sein Ziel ist es, dass sich die Betrachter in der Erzählung, der Musik oder den Farben verlieren, um eigene Erinnerungen und Empfindungen in ihrem Inneren zu reaktivieren.
Die Konstruktion von Männlichkeit im Fokus
Ein zentrales Thema, das Bauers gesamtes Werk durchzieht, ist die Auseinandersetzung mit der Konstruktion von Männlichkeit. Er hinterfragt, welche Konsequenzen traditionelle Rollenbilder auf unser Leben haben. Da sich diese gesellschaftlichen Beziehungen ständig verändern, sieht Bauer darin ein permanentes Feld für künstlerische Reflexion.
Von Archivbildern zum „Süßigkeitenladen“ der Kunst
Bauers Arbeitsprozess beginnt oft mit einer Sammlung von Bildern aus Archiven, dem Internet oder der Kunstgeschichte. Für sein Projekt in Basel hat er einen dreistufigen Prozess gewählt:
- Erster Schritt: Bezugnahme auf historische Darstellungen von Homosexualität.
- Ausblick: Im dritten Schritt plant er eine direkte Interaktion mit der hochkarätigen Sammlung des Kunstmuseums Basel – ein Privileg, das er humorvoll mit dem Besuch eines „Süßigkeitenladens“ vergleicht.
Die Energie der Wandzeichnung
Besonders beeindruckend ist Bauers Technik, direkt auf die Museumswände zu zeichnen. Dieser Prozess ist für ihn sowohl meditativ als auch physisch fordernd. Er beschreibt die Arbeit als einen performativen Akt, dessen intensive Energie sich unmittelbar auf den Betrachter übertragen soll.
Die Ausstellung „Fear Rage Desire, Still Standing“ bietet somit nicht nur visuelle Reize, sondern fordert eine aktive Auseinandersetzung mit persönlichen und kollektiven Identitäten.
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