Offen bleiben, sicher handeln: Das Fachprogramm der MUTEC 2026 in Leipzig

Klimarisiken, Sicherheit, Inklusion und KI: Die internationale Fachmesse für Museums- und Ausstellungstechnik zeigt am 5. und 6. November 2026, wie Museen auf die großen Herausforderungen ihrer Zeit reagieren können.

Gemeinsam nachhaltiger werden

Manche Aufgaben lassen sich besser im Verbund lösen. Das zeigt der GreenMuseumHub, der 30 Partnermuseen in Deutschland, Ägypten und Tunesien verbindet. Gemeinsam entwickeln sie Ansätze, um Nachhaltigkeit im Museumsalltag zu verankern, von der eigenen Arbeitsweise bis zur Vermittlung. Ein Ergebnis dieses Austauschs ist die Pop-up-Ausstellung „We Wanna Live!“, die auf der MUTEC zu sehen sein wird.

Zugänge für alle

Auch der Verbund Inklusion setzt auf geteilte Erfahrungen: Sieben deutsche Museen haben sich vorgenommen, Zugänge für möglichst viele Menschen dauerhaft in ihrer Arbeit zu verankern. Über vier Jahre hinweg entwickelten sie dafür Werkzeuge und Lösungen, die nun vorgestellt werden.

Sicheres Museum, offenes Museum

Museen sind offene Orte der Begegnung, und gerade deshalb fällt es schwer, Maßnahmen zu ergreifen, die diese Offenheit einschränken könnten. Der Schutz von Sammlungen und Gebäuden gewinnt dennoch für immer mehr Häuser an Bedeutung. Eine vierteilige Talkreihe des Deutschen Museumsbunds widmet sich Prävention, Notfallplanung und Krisenkompetenz. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Sicherheitsstrukturen im ganzen Haus verankert werden können, ohne die Offenheit zu gefährden.

Digitale Zugänge zum Ausprobieren

Professorin Sarah Kenderdine spricht über Computational Museology. Sie zeigt, wie KI, Datenkuratierung und immersive Anwendungen neue Zugänge zu Sammlungen schaffen, und geht der Frage nach, was digitale Stellvertreter und „Cultural Deep Fakes“ für Authentizität, Vertrauen und kuratorische Verantwortung bedeuten.

Wie sich neue Technologien im Museum anfühlen, können Besucherinnen und Besucher auf der zentralen Aktionsfläche selbst erleben: Mobile Roboter, interaktive Tastboxen, ein taktiler Vermittlungstisch, ein digitales Videomikroskop und eine KI-Selfie-Station stehen zum Ausprobieren bereit. In der angeschlossenen Pitch Area werden weitere Projekte kurz vorgestellt. Der digitale MUSA Guide hilft dabei, Angebote auf der Messe gezielt zu entdecken und den Besuch individuell zu planen.

Austausch statt Standardlösungen

Projektdirektor Constantin Strobel betont: „Die Museen stehen vor komplexen Aufgaben, für die es keine Standardlösung gibt.“ Gerade deshalb sei der Austausch darüber wichtig, wie andere Häuser mit denselben Herausforderungen umgehen. Das international geprägte Fachprogramm biete dafür einen guten Nährboden.

Mehr unter: www.mutec.de

(Messekooperation)

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