Wie hat man im antiken Rom die Uhrzeit gemessen – unterwegs, ohne Turmuhr und ohne Smartphone? Die neunte Ausgabe der Sonderpräsentation „Vitrine EXTRA” im Kunsthistorischen Museum Wien gibt die Antwort: Mit einer Taschensonnenuhr!
Klein, tragbar, geniös – und nicht immer präzise
In der neunten Ausgabe der Reihe „Vitrine EXTRA” rückt die Antikensammlung des Kunsthistorischen Museums Wien ein faszinierendes Objekt ins Rampenlicht: eine römische Taschensonnenuhr. Das kleine Gerät war das mobile Zeitmessgerät der Antike – handlich, raffiniert konstruiert und im Alltag des römischen Lebens tatsächlich in Gebrauch. Doch wie funktionierte es genau? Und wie verlässlich war die Zeitangabe? Diesen Fragen geht das Video nach – mit überraschenden Antworten.
Vitrine EXTRA: Tiefe statt Breite
Die Reihe „Vitrine EXTRA” verfolgt ein klares Konzept: Statt viele Objekte zu zeigen, wird eines in den Mittelpunkt gestellt – mit der Tiefe und Aufmerksamkeit, die ein einzelnes Stück verdient, aber im normalen Ausstellungsbetrieb selten bekommt. In regelmäßigen Abständen präsentiert die Antikensammlung so wechselnde Objekte aus ihrem Bestand in der Dauerausstellung und macht damit sichtbar, welche Geschichten in einzelnen Stücken stecken können.
Zeitmessung in der Antike: Ein Blick hinter die Technik
Die Taschensonnenuhr der Römer war kein simples Hilfsmittel. Sie setzte Kenntnisse über den Sonnenstand, die geografische Breite und die Jahreszeit voraus – und musste entsprechend kalibriert werden. Dass die Anzeige nicht immer auf die Minute genau war, macht das Objekt nicht weniger beeindruckend: Es zeigt, mit welchem Erfindungsreichtum die Antike Alltagsprobleme löste – und wie nah uns diese Lösungen bisweilen sind.
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