
Ab Herbst 2026 führt Dr. Clara Bolin die Photographische Sammlung der Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn. Die promovierte Kunsthistorikerin bringt Erfahrung aus renommierten Häusern wie dem Victoria and Albert Museum in London und dem Fotomuseum Winterthur mit – und setzt auf Photographie als historische Praxis, nicht nur als schönes Motiv.
Von London über Winterthur nach Köln
Dr. Clara Bolin wechselt im Oktober 2026 an die Spitze der Photographischen Sammlung in der Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn. Zuvor hat die Kunsthistorikerin in einigen der bedeutendsten Häuser für Fotografie gearbeitet: Im Victoria and Albert Museum in London, im Fotomuseum Winterthur, im Museum Folkwang Essen und im Münchner Stadtmuseum. Diese internationale und institutionelle Breite prägt ihren Ansatz: Photographie versteht sie nicht bloß als Bildmotiv, sondern als historische Bildpraxis mit gesellschaftlicher Relevanz.
Besonders geprägt wurde Bolin durch das Stipendienprogramm „Museumskurator*innen für Photographie” der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, das sie innerhalb von zwei Jahren durch vier renommierte Museen führte. Zuletzt zeichnete sie bei der Kunststiftung DZ BANK in Frankfurt für die Ausstellungshalle verantwortlich.
Digitalisierung und Zugänglichmachung im Fokus
Eine ihrer zentralen Aufgaben wird die Weiterentwicklung der digitalen Infrastruktur der Sammlung sein. Die systematische Digitalisierung der Bestände und ihre archivische Öffnung für Forschung und Öffentlichkeit sind Arbeitsschwerpunkte, die die Photographische Sammlung in den kommenden Jahren ausbauen will. Damit erhält eine der wenigen deutschen Institutionen, die konsequent eine eigene Sammlung dokumentarischer Photographie aufgebaut haben, eine Leiterin, deren Profil genau hier ansetzt: in der Geschichte, Theorie und Vermittlung photographischer Bildpraktiken – stets mit einem zeitgenössischen Blick auf Bildkulturen.
„Neue Wege für photographisches Erbe”
„Ich freue mich sehr darauf, die Photographische Sammlung in ihrer ganzen Tiefe kennenzulernen und gemeinsam mit dem Team sowie mit Partner*innen aus Wissenschaft, Kunst und Kulturpolitik neue Wege für die Arbeit mit photographischem Erbe zu gehen – und dabei die Photographie des 21. Jahrhunderts im Blick zu haben”, sagt Bolin. Die Einbettung der Sammlung in die Stiftung Kultur – neben der Photographischen Sammlung gehören dazu das Deutsche Tanzarchiv Köln und die Medienkunstvermittlung – sieht sie als Chance für spartenübergreifende Angebote und die Gewinnung neuer Zielgruppen.
Norbert Minwegen, Geschäftsführer der Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn, betont: „Dr. Clara Bolin bringt wissenschaftliche Tiefe, kuratorische Praxis und institutionelle Breite mit. Ihr Engagement für eine inklusive Sammlungsarbeit rundet das Profil ab, das diese Sammlung für ihre nächste Phase braucht.”
Bolin tritt die Nachfolge von Gabriele Conrath-Scholl an, die die Sammlung fast 20 Jahre lang geleitet hat und im Frühjahr 2026 in den Ruhestand getreten ist.
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