Nach welchen Grundsätzen arbeitet das Panzermuseum und wie und warum tut es das? | Ein Vortrag an der Uni Paderborn am 15. Mai 2025

Der Direktor des Deutschen Panzermuseums und Social-Media-Pionier Ralf Raths wird im Rahmen der Vortragsreihe „Geschichtsdidaktik im Diskurs“ und „Kulttreff“ einen Einblick in die Konzeption der aktuellen Dauerausstellung seines Hauses geben. Im Fokus: Der Wandel vom Technikmuseum zur reflektierten Gewaltgeschichte.

Lange galt Militärgeschichte in Deutschland als akademisches Randthema – und wurde in Museen dementsprechend oft unkritisch inszeniert. Jahrzehntelang präsentierte auch das Panzermuseum in Munster seine Sammlung in Form eines „begehbaren Panzerquartetts“: Technik pur, ohne Einordnung.

Doch das hat sich grundlegend geändert. Heute steht der Panzer als Symbol und Werkzeug militärischer Gewalt im Zentrum einer multiperspektivischen Ausstellung, die Töten, Leiden und Sterben ebenso thematisiert wie die politischen, sozialen und kulturellen Dimensionen von Krieg.

Raths’ Ansatz ist offensiv: Sein Haus positioniert sich öffentlich zu gesellschaftlichen Themen, betreibt eine ungewöhnlich direkte Social-Media-Kommunikation und begreift sich selbst als aktiver Teil des politischen Diskurses. Damit hat das Museum nicht nur ein neues Profil gewonnen – es wird auch stärker besucht als je zuvor.

Mehr unter: daspanzermuseum.de

Museumskalender

Bild mit der Aufschrift "Museumsnachrichten". Link zu den Nachrichtentexten auf museumsfernsehen.de

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