Für MUR BRUT 19 gestaltete Sibylle Czichon die Wand im Parkhaus der Kunsthalle Düsseldorf.

Für den Zeitraum des Ausstellungsprojektes Schichtenwechsel verließ die Künstlerin Sibylle Czichon ihr Atelier und verlegte es in den öffentlichen Raum des Parkhauses. In einem Rhythmus von ungefähr drei Wochen kehrte sie immer wieder an die gleiche Wand zurück, um die vor Ort entstehenden Wandmalereien zu verändern oder gar zu übermalen und mit einer neuen Malerei zu beginnen. Im Sinne eines performativen Aktes verschob die Künstlerin damit den Fokus weg vom fertigen Wandbild auf den Prozess des Malens. Angeknüpft an Diskussionen um den Ausstieg aus dem Bild und ephemere Strategien, die darauf abzielen, dass Diktat der Leinwand aufzubrechen, fragte die Malerin danach, ob und wann ein Bild überhaupt abgeschlossen ist. Anstelle eines fertigen Bildes entzieht Sibylle Czichon ihren Malereien Dauer und Gültigkeit eines finalen Anspruchs und verzichtet auf eine abschließende Geste.

Sibylle Czichon studierte Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf bei Katharina Grosse und machte dort 2019 ihren Abschluss als Meisterschülerin von Andreas Schulze. Ihre abstrakte Malweise wird ergänzt durch den Einsatz verschiedener Materialien und Techniken wie der Décollage.

Kuratiert von Katharina Bruns

Weitere Informationen: Kunsthalle Düsseldorf

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