Michael Armitage und Chelenge Van Rampelberg sprechen über die Ausstellung im Kunsthaus Bregenz. Die Arbeiten sind bis 28. September 2025 zu sehen.
Das Kunsthaus Bregenz zeigt in diesem Sommer einen besonderen künstlerischen Dialog: Werke von Michael Armitage, Maria Lassnig und Chelenge Van Rampelberg treten in einen intensiven Austausch, der über Kontinente und Generationen hinweg reicht.
Ausgangspunkt der Ausstellung war ein Gespräch mit Michael Armitage im Zuge seiner KUB-Präsentation 2023. Darin bezeichnete der britisch-kenianische Maler Maria Lassnig als prägende Inspirationsquelle – eine Künstlerin, die er zu den bedeutendsten Stimmen der Malerei zählt. Ebenso wichtig sei für ihn seine Mentorin und Freundin Chelenge Van Rampelberg, die als Bildhauerin und Grafikerin eine zentrale Rolle in der kenianischen Kunstszene spielt.
Die Ausstellung im Foyer des Kunsthauses macht diese Bezugspunkte sichtbar:
- Chelenge Van Rampelberg (*1961) ist mit Holzskulpturen und Holzschnitten vertreten, die menschliche Köpfe, weibliche Figuren und existenzielle Beziehungen zwischen Mensch, Natur und Tier zeigen. Ihre Arbeiten vereinen Empfindsamkeit mit Stärke.
- Maria Lassnig (1919–2014) wird mit Zeichnungen präsentiert, die den Körper nicht nur als äußere Form, sondern als Resonanzraum von Empfindungen sichtbar machen. Werke wie Einen Hund besitzen (1976) verhandeln Identität, Beziehung und Wahrnehmung.
- Michael Armitage (*1984) ergänzt den Dialog mit Aquarellen und Gemälden, die Schmerz, politische Spannungen und Zärtlichkeit miteinander verweben. Im Bild Mydas (2019) greift er mythische Themen auf und verbindet sie mit gesellschaftskritischen Untertönen.
Kuratiert in enger Zusammenarbeit mit Armitage selbst, bringt die Ausstellung drei unterschiedliche Stimmen in ein gemeinsames Gespräch über den Menschen, seine Körperlichkeit und seine Verortung in Welt und Gesellschaft.
Die Schau entsteht in Kooperation mit der Maria Lassnig Stiftung in Wien und dem Nairobi Contemporary Art Institute (NCAI). Für die Architektur zeichnet Aaron Amar Bhamra verantwortlich. Eine begleitende Publikation ist in Vorbereitung.
Mehr unter: www.kunsthaus-bregenz.at





