Maria Hahnenkamp zählt zu den wichtigsten Stimmen der österreichischen Gegenwartskunst. Seit den späten 1980er-Jahren arbeitet sie medienübergreifend mit, durch und gegen das fotografische Bild. Ihre Werke setzen sich kritisch mit Repräsentationsmechanismen auseinander und verbinden medienreflexive Strenge mit einem durchgängigen feministischen Impuls.
In diesem Jahr widmet das Belvedere 21 Hahnenkamp ihre erste große institutionelle Personale. Rund 100 Arbeiten – Fotografien, bearbeitetes Fotopapier, Diaprojektionen, Videos, raumgreifende Installationen und architektonische Interventionen – entfalten ein Spannungsfeld zwischen Sichtbarkeit und Leerstelle, Ornament und Struktur, Handwerk und Konzept. Zentrale Themen wie Raum und Leere erfahren in der von Walter Kräutler entworfenen Architektur des Belvedere 21 eine besondere Resonanz.
Die Ausstellung zeigt, wie konsequent Hahnenkamp mit visuellen Normen bricht und das Medium Fotografie in seiner Materialität und Ideologie gleichermaßen dekonstruiert.
Begleitend erscheint ein zweisprachiger Katalog (Deutsch/Englisch) bei Walther König, gestaltet von Martha Stutteregger, mit Texten von Clara Bouveresse, Rainer Fuchs, Ruth Horak, Christin Müller und Stefanie Reisinger.
Kuratorin: Stefanie Reisinger
Assistenzkuratorin: Ana Petrović
Mehr unter: belvedere.at





