Klassische Schönheit: Zwei römische Torsi und die Frage, was Vollkommenheit bedeutet

Im Martin von Wagner Museum Würzburg dreht sich die Gesprächsreihe „Was heißt hier schön?” diesmal um zwei römische Torsi nach griechischen Vorbildern – und um den Schönheitsbegriff der Antike.

Albrecht Dürer und eine Frage ohne Antwort

„Was aber die Schönheit sei, das weiß ich nicht” – dieses Eingeständnis Albrecht Dürers steht über der gesamten Gesprächsreihe, die das Martin von Wagner Museum der Universität Würzburg anlässlich des Mozartfests 2026 ins Leben gerufen hat. Jeden Dienstagabend wird ein Werk aus den eigenen Sammlungen zum Ausgangspunkt eines Gesprächs über Kunst und Schönheit. Am 23. Juni 2026 standen zwei römische Torsi nach griechischen Vorbildern im Mittelpunkt.

Griechisches Ideal, römische Ausführung

Die beiden Torsi aus der Antikensammlung des Martin von Wagner Museums sind eindrucksvolle Zeugnisse einer Praxis, die die Kunstgeschichte über Jahrhunderte prägte: das Kopieren und Weitertragen griechischer Bildhauerideale durch römische Bildhauer. Was macht diese Werke schön? Worin liegt das Ideal, das sie verkörpern – und wie anders ist unser Blick darauf heute?

Im Gespräch: Der Direktor der Antikensammlung

Als Gesprächspartner war Prof. Dr. Jochen Griesbach-Scriba eingeladen, Direktor der Antikensammlung des Martin von Wagner Museums. Gemeinsam mit Prof. Dr. Damian Dombrowski, Direktor der Neueren Abteilung, beleuchtete er den antiken Schönheitsbegriff – seine Wurzeln, seine Maßstäbe und seine Wirkung bis in die Gegenwart.

Eine Reihe, die Fragen offen lässt

Die Gesprächsreihe „Was heißt hier schön?” begleitet das Mozartfest 2026 durch verschiedene Epochen: von der Antike über Mittelalter, Renaissance und Barock bis zum Klassizismus. Das Versprechen des Formats ist kein abschließendes Urteil, sondern die Einladung zum Weiterdenken – in dem Bewusstsein, dass Schönheit, wie Dürer ahnte, vielgestaltiger ist als jede Definition.

Mehr unter: www.martinvonwagner-museum.com

Anzeige

Newsletter