Klappmützentaler im Kunsthistorischen Museum Wien

Münzen sind weit mehr als nur Zahlungsmittel – sie sind historische Quellen, politische Botschaften und Spiegel vergangener Kulturen. Eine besonders faszinierende Münze aus dem Münzkabinett des Kunsthistorischen Museums ist der sächsische Guldengroschen, besser bekannt als der Klappmützentaler. Er entstand um 1500, in einer Zeit tiefgreifender Veränderungen in Europa. Neue Technologien im Silberbergbau und in der Münzprägung ermöglichten erstmals die Herstellung großer Silbermünzen – der Beginn der Neuzeit in der Geldgeschichte.

Der Klappmützentaler zeigt auf seiner Vorderseite Kurfürst Friedrich den Weisen von Sachsen, auf der Rückseite seine Verwandten, die Herzöge Johann und Georg. Ihre charakteristischen Mützen gaben der Münze ihren Namen. Doch das Münzbild erzählt weit mehr: Es symbolisiert Zusammenhalt, Macht und Stabilität innerhalb der wettinischen Dynastie.

Millionenfach geprägt, wurde der Klappmützentaler zu einem der bekanntesten Münztypen der Frühen Neuzeit – und zu einem bedeutenden Medium politischer Kommunikation. Diese Münze steht exemplarisch für die Verbindung von Kunst, Politik und Wirtschaft im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit – ein Stück Metall, das Geschichte greifbar macht.

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